Ein unbequemer Gedanke…
In der Schule sitzen im selben Klassenzimmer Kinder, die keinerlei
Talent für Mathematik haben – und andere, die bei Mathewettbewerben
Preise gewinnen.
In dieser Klasse sind auch Kinder, die wunderbare Aufsätze schreiben
(und dafür Auszeichnungen bekommen) – und solche, die kaum einen Satz
formulieren können, dafür aber außergewöhnlich gut zeichnen.
Dort finden sich auch zukünftige Sportler – und einige, die eines Tages
vermutlich als Verwaltungsangestellte arbeiten werden: durchschnittliche
Schüler, die aber zufrieden und glücklich mit ihren durchschnittlichen
Noten sind.
Und das ist völlig in Ordnung.
Denn was würden wir ohne all die Menschen tun, die jeden Tag zuverlässig
für uns da sind, keinen Hochschulabschluss haben, aber ihren Beruf
gewissenhaft und mit Verantwortung ausüben – und so der Gemeinschaft
dienen?
Ich erinnere mich an wunderbare Krankenschwestern, als ich mir das Bein gebrochen hatte…
Mit ihrer Menschlichkeit und ihrem warmen Wesen haben sie mich wieder ins Leben zurückgebracht.
Auch die Physiotherapeuten, Ernährungsberater und das gesamte „Hilfspersonal“, das – ja – vielleicht kein Studium hat,
aber Herz.
Und genau das, was sie tun, tun sie mit Hingabe.
Warum also dieser ständige Wettlauf um die besten Noten, Durchschnittswerte und Auszeichnungen,
wenn doch ohnehin jeder Mensch seinen eigenen Platz in der Gesellschaft finden wird –
im Einklang mit seinen Fähigkeiten, Wünschen und Möglichkeiten?
Meine (unpopuläre) Meinung:
Lasst jeden seinen eigenen Traum leben –
mit oder ohne Studium.
Wir müssen sie (durch ständigen Druck) nicht ihrer Träume berauben.

Comments
Post a Comment