Das Gehirn liebt Fragen
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das menschliche Gehirn besser auf Fragen reagiert. Es ist viel wahrscheinlicher, dass es uns – in Form eines Dialogs aus Fragen und Antworten – dabei unterstützt, unsere Ziele zu erreichen, als wenn wir ihm einfach nur Befehle erteilen.
Wenn wir von Befehlen sprechen, meinen wir all jene Anweisungen, mit denen wir unser Gehirn tagtäglich überfordern – wir setzen es vor vollendete Tatsachen. Zum Beispiel: Ab heute mache ich Diät. / Nächste Woche starte ich ein neues Projekt. / Ich melde mich für ein Seminar an. / Ich gründe ein Unternehmen. und so weiter.
Natürlich geben wir uns solche Anweisungen, weil wir etwas erreichen oder verändern möchten. Wir wünschen uns Fortschritt, also erteilen wir innerlich den Befehl – und erwarten Ergebnisse. Doch Forschungen zeigen deutlich: Unser Gehirn unterstützt uns effektiver, wenn es über einen interaktiven Prozess auf relevante Fragen antwortet.
Was bedeutet das konkret – und wie können wir diese Methode im Alltag anwenden?
Anstatt zu sagen: „Ab heute bin ich auf Diät“, könnten wir uns fragen: „Was kann ich tun, um Gewicht zu verlieren?“ oder „Wie kann ich mir selbst helfen, abzunehmen?“
Die folgenden Beispiele stammen aus realen Erfahrungen von Menschen, die durch diese Fragetechnik ihre Ziele erreicht haben:
Eine Frau, die ständig klagte, sie habe keine Zeit für Diäten, erhielt als innere Antwort die Idee, immer eine Flasche Wasser oder ein kalorienarmes Getränk bei sich zu tragen – um so automatisch mehr Flüssigkeit aufzunehmen.
Eine andere Frau bekam den Impuls, den Aufzug künftig durch die Treppe zu ersetzen, um mehr Kalorien zu verbrennen (da sie ohnehin keine Zeit für das Fitnessstudio hatte).
Eine dritte Frau, die ebenfalls mit ihrem Gewicht kämpfte und regelmäßig im Büro aß, fragte sich, wie sie abnehmen könne, obwohl sie keine Zeit für Diäten oder Bewegung habe. Ihr Gehirn lieferte eine einfache, aber effektive Lösung: Sie könnte ihre Portionen halbieren.
Also bestellte sie weiterhin das gleiche Essen wie zuvor, bat aber das Restaurant, die Hälfte einzupacken, während sie die andere Hälfte sofort aß. Die eingepackte Hälfte war symbolisch „für später“ – in Wahrheit warf sie sie weg. So halbierte sie ihre Kalorienzufuhr – und nahm tatsächlich ab.
Das nächste Mal, wenn Sie eine Entscheidung treffen, formulieren Sie sie nicht als Befehl, sondern als Frage. Atmen Sie tief durch, beruhigen Sie Ihren Geist und fragen Sie sich zum Beispiel:
Was kann ich für meine Gesundheit tun?
Wie kann ich mehr Geld verdienen?
Wie kann ich sparen?
Wie kann ich meinen Kundenkreis erweitern?
Wie kann ich mehr Freundschaften aufbauen oder meine Beziehungen verbessern?
Was sollte ich tun, um mein Ziel zu erreichen?
Das Gehirn – diese wunderbare, perfekte Maschine – beginnt dann, in Richtung der Lösung zu arbeiten und liefert uns die Antworten, die wir brauchen.
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